Achtung: Psyche

Für viele Aussenstehnde wirkt meine Transition, mein Weg zur Frau Heidi Grebe wie eine Art "Königinnenweg". Aber er war ein sehr hart gepflasterter Weg, mit unendlich viel Arbeit, eimerweise Tränen und vielen langjährigen persönlichen Auseinadersetzungen und Konfrontationen. In jahrelangen in Therapien sind sicher die grössten Felsen aus dem Weg geräumt.

Doch bin ich keine Königin geworden, aber eine glückliche, selbstsichere trans Frau, die zu sich steht. Und als Aktivistin eine Art Mutmacherin für viele suchende Personen. Dafür soll auch diese Webseite stehen. Der Weg hier hin war oft sehr hart, ich habe es wohl geschafft dank einer grossen Resilienz in mir.  Wobei ich mir meiner Kraft der Psyche, Belastungen auszuhalten, über Jahrzehnte nicht wirklich bewusst war. Zumindest absolut nicht mehr nach meinem Hirnschlag mit 48. Da fehlte sie lange wohl ganz, ich konnte nicht mehr arbeiten, wurde Arbeitslos und letzlich IV-Rentner bis zu Pensionierung. Ich liess nicht los irgendwie tief in mir immer dran zu glauben dass es wieder aufwärts geht. Ich habe jahrelange Pychotherapien hinter mir, und stecke heute noch in einer Psychoanalyse. Ein immer wieder äusserst  anstrengender Weg, seit rund fünzehn Jahren waren die fast unüberwindliche Hürde der schwieigen Depression bis hin zu immer wiederkehrenden Selbstmordphantasien, auf der anderen Seite konnte ich zum Glück den Wunsch ein Frau zu werden, hinterfragen. Die Gewissheit aber hatte ich immer: Die körperliche Geschlechtsanpassung und die (offizielle) Personenstandsänderung zur Frau Grebe ist erst nach der definitiven Überwindung der Depression möglich, dies war im Laufe des Jahre 2022 endlich so weit. Und so konnte ich Frau Heidi Grebe werden.